Der Volley ist jeder Ball, den du vor dem Aufsprung nimmst — fast immer am Netz. Die Bewegung ist kurz: Der Schläger bleibt vor dem Körper, das Blatt ist leicht geöffnet, und du blockst den Ball, statt ihn zu schlagen.
Wer aus dem Tennis kommt, muss hier vor allem etwas weglassen: den Ausholschwung.
Zwei Volleys solltest du auseinanderhalten. Den hohen Volley, den du über Netzhöhe triffst, kannst du nach unten spielen und damit angreifen. Den tiefen Volley, den du unterhalb der Netzkante erwischst, spielst du defensiv: leicht geöffnetes Blatt, tief und lang, damit du am Netz stehen bleiben kannst.
Wann du ihn spielst
Sobald du am Netz stehst. Und ans Netz willst du: Die Netzposition ist im Padel die überlegene Position, weil der Gegner von hinten kaum an dir vorbeikommt, ohne über dich hinweg zu lobben.
Der Volley hält diesen Druck aufrecht. Er ist selten der Schlag, der den Punkt beendet — er ist der Schlag, der den Gegner tief und in der Defensive hält, bis ein hoher Ball kommt, den du über Kopf verwerten kannst.
Die Position dafür liegt ungefähr eine Schrittlänge hinter dem Netz. Zu dicht davor kommst du an keinen Lob mehr heran, zu weit dahinter bekommst du jeden Ball auf die Füße gespielt. Aus dieser Höhe deckt ihr zu zweit die Breite des Felds ab, wenn ihr euch gemeinsam zur Ballseite verschiebt.
Und noch etwas gehört zum Volley, das kein Schlag ist: das Stehenbleiben. Nach einem guten Volley besteht kein Grund, zurückzuweichen — die häufigste Art, die Netzposition zu verlieren, ist, sie freiwillig aufzugeben.
Typische Anfängerfehler
Ein Übungstipp
Einer steht am Netz, einer im Rückraum. Dreißig Volleys am Stück, ohne jede Ausholbewegung — dein Partner spielt gleichmäßig zu. Leg dir gedanklich eine Linie auf Kniehöhe des Gegners: Jeder Volley, der darunter ankommt, zählt, jeder darüber nicht.