Die Rückhand ist der Grundschlag auf der Seite deiner Nicht-Schlaghand, ebenfalls nach dem Aufsprung gespielt. Du kannst sie einhändig oder beidhändig schlagen — beides ist im Padel verbreitet, und beides funktioniert.
In den meisten Situationen ist sie kein Angriffsschlag, sondern ein kontrollierter Block: kurze Bewegung, fester Griff, der Schläger lenkt das Tempo des Gegners um, statt eigenes hinzuzufügen.
Ob ein- oder beidhändig, ist Geschmackssache und hat je eine klare Kehrseite. Einhändig kommst du weiter an den Ball heran und arbeitest in engen Ecken bequemer — dafür brauchst du ein stabiles Handgelenk. Beidhändig hast du mehr Stabilität gegen harte Bälle, verlierst aber Reichweite und stehst dichter an der Wand schnell im eigenen Weg.
Wann du ihn spielst
Immer dann, wenn der Ball auf deiner schwachen Seite ankommt — und das ist häufiger, als dir lieb ist, weil gute Gegner genau dorthin spielen. Besonders oft brauchst du sie im Rückraum, wenn der Ball von der Wand zurückkommt.
Als geschnittener Block ist sie außerdem dein Mittel, um Zeit zu kaufen: Ein tiefer, langsamer Rückhandball zwingt den Gegner, sich den Punkt selbst zu erarbeiten.
Die zweite Antwort aus der Rückhandecke ist der Lob. Wenn du dort unter Druck stehst und der Gegner am Netz wartet, bringt dir ein hoher Ball über ihn hinweg mehr als jeder Versuch, flach an ihm vorbeizukommen. Du gewinnst Zeit, und im besten Fall drehen sich die Positionen.
Wichtig ist die Erwartungshaltung: Die Rückhand soll den Ballwechsel nicht gewinnen. Sie soll ihn überstehen, bis der Gegner einen Ball liefert, den du auf der Vorhand oder am Netz verwerten kannst.
Typische Anfängerfehler
Ein Übungstipp
Stell dich in die Rückhandecke und lass dir vom Partner ruhige Bälle an die Rückwand spielen. Zwanzig Wiederholungen, alle Rückhand, alle nur zurück über die Mitte. Es geht nicht um Richtung, sondern darum, dass du den Ball nach dem Wandabsprung überhaupt sauber triffst.