Der Smash ist der harte Überkopfschlag mit voller Streckung, geschlagen aus einer Position unter dem Ball. Er ist der einzige der drei Überkopfschläge, bei dem Tempo tatsächlich das Ziel ist.
Anders als im Tennis endet der Punkt damit aber selten sofort. Das Feld ist klein und hinten geschlossen — ein harter Ball kommt oft von der Wand zurück. Deshalb zielen fortgeschrittene Spieler häufig nicht auf den Boden vor dem Gegner, sondern so, dass der Ball nach dem Aufsprung über die Umzäunung aus dem Käfig fliegt.
Damit hat der Smash im Padel zwei Gesichter. Der flache Smash sucht die Lücke zwischen den Gegnern oder den Winkel — er gewinnt den Punkt sofort oder gar nicht. Der Smash über die Wand nimmt bewusst Tempo heraus und arbeitet mit dem Absprung: Er hebt den Ball so an, dass er nach dem Aufsprung über die Umzäunung geht.
Wann du ihn spielst
Nur bei einem kurzen, hohen Ball, den du ausbalanciert und vor dem Körper erreichst. Diese Situation kommt seltener vor, als Anfänger annehmen.
In der Reihenfolge der drei Überkopfschläge steht er am Ende: Bandeja bei tiefem Lob, Vibora bei mittlerer Höhe und guter Position, Smash nur, wenn der Ball dir wirklich anbietet, ihn zu nehmen. Der Preis für einen unsauberen Smash ist hoch — du verlierst Balance und Netzposition gleichzeitig.
Rechne dir das Verhältnis einmal ehrlich durch: Ein Smash, der zu zwei Dritteln im Aus landet oder zurückkommt, ist ein Verlustgeschäft gegenüber einer Bandeja, die neun von zehn Mal den Gegner hinten hält. Deshalb spielen erfahrene Spieler den Smash seltener, als es von außen aussieht.
Sag deinem Partner an, dass du gehst. Hohe Bälle in der Mitte sind die klassische Stelle, an der zwei Spieler gleichzeitig starten — ein kurzer Ruf klärt das, bevor es passiert.
Typische Anfängerfehler
Ein Übungstipp
Zehn Lobs, und du sagst vor jedem Schlag laut an, was du spielst: Bandeja oder Smash. Erst danach schlägst du. Die Übung trainiert nicht den Schlag, sondern die Entscheidung — und die ist beim Smash der eigentlich schwierige Teil.