Vor der ersten Stunde brauchst du gar nichts: Die meisten Anlagen verleihen Schläger, und Bälle liegen ohnehin bereit. Erst wenn du regelmäßig spielst, lohnt eigenes Material — und dann in dieser Reihenfolge: Schläger, Schuhe, Bälle.

Wir nennen bewusst keine Modelle und keine Preise. Beides ändert sich ständig, und was zu dir passt, hängt an deiner Spielweise. Die Eigenschaften darunter ändern sich nicht.

Der Schläger

Ein Padelschläger hat keine Saiten, sondern eine durchlöcherte Schlagfläche und einen Kern aus Schaum. Er ist kurz, hat keinen ausgeprägten Griff wie ein Tennisschläger und wird an einer Handschlaufe getragen — die ist nicht Zierde, sondern Sicherheitsausrüstung auf einem Feld, auf dem vier Leute eng beieinander stehen.

Form und Balance

Entscheidend für den Einstieg ist die Form. Ein rundes Profil hat den Trefferpunkt in der Mitte des Blattes und verzeiht ungenaue Treffer deutlich mehr als ein tropfen- oder diamantförmiges, bei dem der Trefferpunkt weiter oben sitzt. Diamantformen geben mehr Kraft, verlangen aber saubere Treffer — sie sind etwas für später. Dazu gilt grob: je leichter und je griffnaher die Balance, desto handlicher der Schläger; je kopflastiger, desto mehr Wucht und desto anstrengender das Spiel am Netz.

Der Kern

Weicher Kern heißt mehr Komfort und mehr Kontrolle, harter Kern mehr Tempo bei sauberem Treffer. Für die erste eigene Anschaffung ist rund, eher leicht und eher weich die Kombination, mit der du am wenigsten falsch machst.

Bälle

Padelbälle sehen aus wie Tennisbälle und sind etwas weicher, weil sie mit weniger Druck gefüllt sind. Tennisbälle springen zu hoch und zu schnell ab und machen das Wandspiel unberechenbar — für ein ernsthaftes Match nimmst du Padelbälle. Der Druck lässt mit der Zeit nach, auch in der ungeöffneten Dose. Für Training und Übungseinheiten reichen gebrauchte Bälle problemlos; für ein Match, das zählt, nimmst du frische.

Schuhe

Gespielt wird auf Kunstrasen mit Sandverfüllung, drinnen wie draußen. Dafür brauchst du eine profilierte Sohle — ein Fischgrätmuster, wie es auch auf dem Tennissandplatz üblich ist, greift zuverlässig und rutscht kontrolliert. Glatte Hallensohlen finden auf dem Sand kaum Halt. Wichtiger als die Sohle ist ohnehin der seitliche Halt: Padel besteht aus kurzen Antritten, Stopps und Richtungswechseln, und die belasten den Fuß seitlich. Laufschuhe sind dafür die falsche Wahl.

Was warten kann

Ein zweiter Schläger, Vibrationsdämpfer, eine große Tasche, spezielle Bekleidung — all das löst kein Problem, das du als Einsteiger hast. Sinnvoll und günstig ist genau ein Zubehörteil: ein Overgrip, also ein Griffband zum Aufwickeln. Es kostet wenig, sorgt für festen Griff bei feuchten Händen und lässt sich in einer Minute wechseln.

Und der ehrlichste Tipp zum Schluss: Leih dir zwei- oder dreimal unterschiedliche Schläger, bevor du kaufst. Mehrere Anlagen in der Region geben Leihschläger heraus — welche das sind, steht auf den Standortseiten.